Wenn kleine Babys schreien, kann das unterschiedliche Gründe haben. Gerade in der kalten Jahreszeit leiden sie häufig an Schnupfen. Da Babys sich nicht selbstständig von dem Nasensekret befreien können, werden sie schnell unruhig. Um den Babyschnupfen wieder los zu werden, kann man zu einem Nasensauger greifen. Wie funktioniert ein solcher Nasensekretsauger? Welche Arten gibt es? Und wie saugt man richtig die Nase?

Babys und verstopfte Nasen

Im Durchschnitt bekommen Babys pro Jahr zehnmal einen Schnupfen. Eine verstopfe Nase ist besonders für Babys eine anstrengende Zeit. In den ersten eineinhalb Jahren atmen Säuglinge und Kleinkinder überwiegend durch die Nase. Durch eine verstopfte Nase bekommt es dann schlecht Luft und schluckt übermäßig. In Folge dessen können dann auch Blähungen und Bauchschmerzen auftauchen.

Durch die erschwerte Atmung schlafen sie schlecht, essen sehr wenig und sind sehr unruhig. Das überträgt sich dann auch auf die Eltern über, wenn man beispielsweise nachts häufiger aufstehen muss. Aber was können Mama und Papa tun? Am besten eignet sich dazu einen Nasensauger.

Was ist ein Nasensauger?

Ein Nasensauger ist eine Pumpe, die für genau solche Fälle entwickelt worden sind. Zwar gibt es einige unterschiedliche Arten von Nasensekretsauger, doch alle arbeiten nach demselben Prinzip. Durch Unterduck kann durch den Sog das Nasensekret aus der Nase gezogen werden.

Ist der Schleim aus der Nase entfernt, kann das Baby wieder besser atmen. Zudem beugt es auch Erkrankungen wie eine Mittelohr- oder Nasennebenhöhlenentzündung vor. Doch auch bei einem tiefsitzenden Schnupfen kann nicht jeder Nasensauger den Schleim heraussaugen. Als Hilfsmittel kann man zu Kochsalzlösung greifen, siehe dazu das Kapitel Nase richtig saugen.

Welche Arten gibt es?

Auf den Markt tummelt sich mittlerweile eine große Auswahl an Nasensaugern. Grundsätzlich kann man aber zwischen vier verschiedene Arten. Die Sauger unterscheiden sich nicht nur preislich, sondern auch in der Art wie der Unterdruck erzeugt wird.

Ein elektrischer Nasensauger, Staubsaugeraufsatz, Mund-Nasensauger und batteriebetriebener Nasensauger
Die verschiedene Arten von Sauggeräte.

Elektrischer Nasensauger

Bei dieser Art wird die Saugkraft elektrisch erzeugt. Elektrische Nasensauger werden meistens mit Batterien betrieben, wobei es auch Modelle mit Strom-Anschluss gibt. Sie sind meist etwas teurer als andere Nasensauger, haben aber eine einstellbare und konstante Saugleistung.

Nasensauger für Staubsauger

Der Aufsatz für Staubsauger ist mitunter die beliebteste Art von Nasensauger. Der Aufsatz wird an einen herkömmlichen Staubsauger angeschlossen, der für den Unterdruck sorgt. Gefährlich ist dies aber nicht, da die Saugstärke durch einen Windfang reguliert wird.

Mund-Nasensauger

Für viele mag das Eigenartig klingen, wenn man selbst am anderen Ende des Schlauchs saugen muss. Doch Angst muss man nicht haben, dass Nasensekret in den eigenen Mund gelangt. Verhindert wird dies durch einen Auffangbehälter oder durch Filter.

Pumpball

Bei einem Pumpball muss ein Kunststoff- oder Silikonball zusammengedrückt werden. Durch das Loslassen kann das Nasensekret abgesaugt werden. Nachteil ist aber eine recht schwache Saugkraft, wodurch die meisten Sauger nicht zu empfehlen sind.

Nase richtig saugen

Mit dem Nasensauger die Nase saugen
Die Anatomie der oberen Atemwege ©Nosiboo.com

Um die Nase wieder zu befreien, muss der Nasensauger auch richtig angewendet werden. Vor dem Absaugen sollte aber stets die Bedienungsanleitung des jeweiligen Nasenschleimabsaugers durchgelesen werden. Um die Nase richtig saugen zu können, sollte das Baby oder Kleinkind möglichst in einer aufrechten Position sitzen. Bei Babys die noch nicht selbstständig sitzen können eignet sich auch die Babyschale vom Auto. Wichtig ist es, beim Saugen die Saugspitze nie vollständig in die Nase zu stecken, sondern nur an den Naseneingang, so dass diese umschlossen ist. Ansonsten könnte das dem Baby wehtun und die Nase gegeben falls verletzen.

Um das Sekret aus der Nase zu bekommen, mit entsprechender Saugkraft (kann bei einigen Modellen angepasst werden) für wenige Sekunden ein Nasenloch saugen. Je Nasenloch sollte man aber nicht länger als 10 Sekunden saugen.

Kochsalzlösung oder Muttermilch hilft

Sollten sich bereits Verkrustungen in der Nase befinden, kann dieser bereits vor dem Saugvorgang mit einer Kochsalzlösung aufgeweicht werden. Ein paar Tropfen reichen hier schon aus, um das Saugen zu erleichtern. Alternativ kann auch das Allheilmittel Muttermilch verwendet werden. Empfehlen kann ich an dieser Stelle die Ampullen von Nivea Baby Kochsalzlösung.

Nasensekretsauger reinigen

Bereits vor der ersten und vor allem nach jeder Anwendung muss der Nasensauger richtig gereinigt werden. Je nach Nasensekretsauger kann dies auf unterschiedlicher Weise passieren. Manche Nasensauger lassen sich in der Spülmaschine waschen, andere können auch im Wasserbad ausgekocht werden. Genaue Informationen dazu lassen sich in der Packungsbeilage finden.


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